2019 – 30 JAHRE MAUERFALL – Ich starte meine „Mauersegler-Tour“

2019 starte ich meine „Mauersegler-Tour“ und erinnere an das wohl glücklichste historische Ereignis für uns Deutschen im 20. Jahrhundert. Auf meine Buchpräsentationen und Vorträge dürfen sich alle Interessierten freuen! Das ZDF drehte mit mir 2018 eine TV-Dokumentation über meine Zeit als DDR-Grenzsoldat auf dem Brocken im Harz, Sendetermin: Tag der Deutschen Einheit 2018 (19.15 Uhr). Darüber hinaus stand ich für den britischen TV-Sender Yesterday-Channel, historischer Spartensender der BBC, vor der Kamera, gedreht wurde eine Folge der „Railway-Secrets“ rund um den Harz. Schließlich bin ich seit Juni 2018 als Zeitzeuge in der Daueraustellung im Brockenhaus auf der Brockenspitze zu sehen. Dort befindet sich eine Memorial-Wall, die mittels Zeitzeugen-Filmen an die Zeit des Kalten Krieges erinnert.

Im Jahr 1945 erlebte Europa mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Ostgebieten die bislang größte Fluchtbewegung der Geschichte. Zu den 15 Millionen Flüchtlingen zählte auch mein Vater Franz Schultke. Jeder fünfte Flüchtling kam damals in den Nachkriegswirren ums Leben. Schon weniger Jahre später setzte eine Fluchtbewegung aus der neu gegründeten DDR in Richtung Westdeutschland ein. Von 1949 bis zum Fall der Berliner Mauer flüchteten 2,7 Millionen DDR-Bürger in den Westen. Immerhin konnte die DDR-Diktatur den Flüchtlingsstrom mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 massiv eindämmen, und damit 28 Jahre ihre gesellschaftliche Existenz sichern. Ich selber wollte viele Jahre das DDR-Einweckglas verlassen, hatte eine Brieffreundin in New York, doch erst mit dem Fall des Eisernen Vorhangs erfüllte sich dieser Wunsch. 2015 ist ein weiteres historisches Jahr: Rund eine Millionen Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und anderen Krisengebieten suchen in Deutschland Zuflucht. Persönlich engagiere ich mich fürs Rote Kreuz in einem Asylantenheim im Unterspreewald. Menschen auf der Flucht, ihre Schicksale bewegen. Wie kann die neue Situation gemeistert werden? Bei meinen Vorträgen beschreibe ich individuelle Fluchtgeschichte(n) von 1945 bis 2015.

Interesse für meine Vorträge zeigten auch die Japaner: 2016 berichtete ich auf Einladung der Japanisch-Deutschen Gesellschaft und der Ostasiatischen Gesellschaft Tokio (OAG) über die Flüchtlingssituation in Deutschland. 2017 setzte ich meine Asien-Vortragstour in Südkorea und Taiwan fort. Zum 30. Jahrestag des Berliner Mauerfalls führe ich meine „Mauersegler-Tour“ durch. Bitte die aktuellen Ankündigungen beachten!

 

BERLINER MAUER – EISERNER VORHANG
BERLIN WALL – IRON CURTAIN
INTERNATIONALE GRENZKONFLIKTE

Bis zu meinem 23. Lebensjahr lebte ich hinter der Berliner Mauer. Ich wusste um die wunderbare Welt da draußen, durfte aber fast nirgendwo hin. Als die Mauer fiel, bekam ich ein zweites Leben geschenkt. Der Eiserne Vorhang, der mich einst einsperrte, hat sich Dank meiner Grenz-Bücher heute zum fliegenden Teppich verwandelt, der mich durch die Welt reisen lässt. Erinnern ist der beste Grund, auf dem die Zukunft bestehen kann.

Bis in die Gegenwart gibt es schmerzhafte Grenzanlagen, so zwischen Israel und Palästina. Ich besuchte die Grenzanlagen zwischen Jerusalem und Bethlehem und sprach mit Zeitzeugen auf beiden Seiten (Foto 2). Auf Zypern besteht eine Teilung zwischen griechisch-zyprischen und türkisch-zyprischen Gebiet. UN-Blauhelmsoldaten überwachen das Grenzregime. Das Foto Nr. 3 zeigt einen Grenzübergang in Nikosia. Sie ist die einzige Hauptstadt der Welt, die heute noch geteilt ist wie einst Berlin. 2017 besuchte ich die Grenze zwischen Nord- und Südkorea, die Fotos 4 und 5 wurden am Grenzübergang in Panmunjom aufgenommen. 

2019 feiern wir 30 Jahre Mauerfall, und mein Longseller „Keiner kommt durch“ ist dann in bereits in 5. Auflage 20 Jahre unters Volk gebracht: Ich feiere das mit einer extra Vortragstour.